Stadt|Land?! – Neue Perspektiven dank studentischer Reallabore

Ein zeitgemäßes Verständnis von Räumen lässt sich nur schwer innerhalb der Wände der metropolen Universität entwickeln – althergebrachte Top-Down-Wissensvermittlung, zu wenig Austausch mit der Praxis und zum Schluss bleibt nichts als Endberichte und Renderings fürs Uni-Archiv. Insbesondere aktuelle Fragestellungen von Klein- und Mittelstädten werden von Hochschulen meistens nicht vor Ort, sondern aus sicherer Distanz bearbeitet, sodass akademische und mediale Diagnosen zu Räumen abseits der Großstadt oft drastisch, binär und endgültig erscheinen. Der Letzte macht das Licht aus? Wir wollen die Perspektive wechseln und das Thema mit einem ganz anderen Erkenntnisinteresse beleuchten: Was sind aktuelle Herausforderungen und Perspektiven von Klein- und Mittelstädten? Wie können wir uns als Studierende diesen Räumen in unserer Forschung auf Augenhöhe widmen? Welche Möglichkeiten ergeben sich vor Ort für unsere Art und Weise studentisch zu forschen? Und was sind Voraussetzungen für das Gelingen studentischer Reallabore?Der Workshop hat zwei zentrale Ziele: Wir möchten uns zum Einen kritisch mit der vermeintlichen Binarität von Stadt und Land auseinandersetzen und unsere Aufmerksamkeit den Akteuren im klein- bis mittelstädtischen Raum widmen. Im nächsten Schritt erarbeiten wir gemeinsam, wie die Organisation von Lehr- und Lernprozessen an Hochschulen durch Reallabore abseits der Großstadt aussehen muss, um einen selbstbestimmten, studentischen Zugang zu diesen Räumen zu finden. 

Liebe Grüße aus Berlin, Mona Beyer und Lara Danyel