Exkursionen Freitag

Wanderwege und ihre Bedeutung
Volkssport Nummer eins in der Schweiz und Teil des helvetischen Dreikampfs: das Wandern. Wandern ist mehr als nur durch die Berge zu stiefeln. Ein weitläufiges und gut ausgebautes Wanderwegnetz erfordert neben viel Planung auch gesetzliche Regelungen. Stefan Barandun, seines Zeichens Autor eines Wanderratgebers, wird euch auf einer Exkursion erklären, auf was es ankommt, wenn es um die Planung von Wanderwegen geht. Schliesslich soll wandern nicht nur schön, sondern auch sicher sein.
Da Stefan Barandun neben Wanderwegexperte auch ehemaliger Raumplaner ist,k ennt er die Zusammenhänge zwischen der Raumplanung, Zonenregelungen und Landschaft bestens. Macht euch also bereit auf eine kleine Wanderung in der Region Davos, freut euch auf schöne Landschaften und lernt, was es bedeutet, Wanderwege zu planen.

Packliste: Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung

Gassen-Führung
Ein Rundgang durch die Stadt Davos mit architektonischen und städtebaulichen Erläuterungen. Der Leiter des Masterstudiengangs Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung Markus Gasser nimmt euch mit auf einen Spaziergang, auf welchem er euch Davos auf die weniger pittoreske Art präsentiert. Nach einem kurzen Vortrag über die Geschichte und Entwicklung des Tals gehen wir zusammen auf einen Rundgang durch Davos, auf welchem ihr spannendes über die Architektur und den Städtebau der Kongressstadt erfahrt. Eine Exkursion perfekt für alle, die am Abend davor ein Gläschen über den Durst getrunken haben, denn der Startzeitpunkt ist 11:00 Uhr und was hilft schon besser gegen einen Kater als ein Spaziergang an der (frischen) Bergluft gepaart mit satire-ähnlichen Erzählungen vom koryphäennahen Fachmann? Unserer Meinung nach, gar nichts.

Packliste: Witterungsschutz, (Kater)frühstück

RhB Werkstatt Landquart
Wer immer in den roten Zügen der Rhätischen Bahn (RhB) in Graubünden unterwegs ist, wird sich die Frage stellen, wo und wie der vielseitige Lokomotiven- und Wagenpark des mit 375 km Länge grössten Meterspur-Bahnnetzes der Schweiz unterhalten wird.
Seit 1896, sechs Jahre nach der Eröffnung der ersten Strecke Landquart-Davos, entstand in Landquart im Hinblick auf den Weiterausbau des Bündner Schmalspurnetzes auf der grünen Wiese eine für die damalige Zeit sehr moderne Unterhaltswerkstätte mit eigenem Kraftzentrum und einer Vielzahl von handwerklichen und technischen Einrichtungen, von der Sattlerei, Flaschnerei bis zur Maschinenwerkstätte. Um die starken Schwankungen im Arbeitsanfall auszugleichen, werden seit einiger Zeit auch Revisions- und Unterhaltsarbeiten für Drittunternehmen oder an historischen Fahrzeugen (z.B.Triebwagen 36 der ehemaligen VBW) durchgeführt. Die Teilnehmer*Innen werden die seltene Gelegenheit haben, einen umfassenden Gesamtüberblick über den Unterhalt von Schienenfahrzeugen aller Art zu erhalten. Gleichzeitig lernen wir ein einzigartiges Zeugnis der Industriearchäologie des frühen 20. Jahrhunderts kennen. Dazu gehört auch die noch fast original erhaltene „Rotunde“, die 19 Stellplätze aufweisende Ringsegment-Remise mit Drehscheibe und „Fahrdrahtspinne“. Je nach Belegung oder Revisionsstand machen wir live Bekanntschaft mit historischen und modernsten Lokomotiven, Triebwagen und Wagen aller Gattungen.

Packliste: Geschlossenes Schuhwerk mit rutschfester Sohle, Witterungsschutz

Lataria Engiadinaisa Bever (LESA)
Freut euch auf einen Besuch einer der höchstgelegenen Molkereien Europas! Ein Highlight dieser Exkursion wird neben dem rund einstündigen Rundgang und einer anschliessenden Käseverkostung auch die Reise von Davos aus durchs Engadin sein. Das Engadin ist geografisch von der restlichen Schweiz getrennt, im Engadin entspringt auch der Inn (En), ein Fluss der später in die Donau mündet.
Auf 1706 m.ü.M. gelegen werden in der LESA jährlich 6 bis 7 Mio. kg Milch verarbeitet, rund die Hälfte davon mit Bio-Zertifikat. Einzugsgebiet ist fast das gesamte Engadin, eines der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas. 14 Mitarbeitende stellen hier diverse regionale Köstlichkeiten her, wie z.B. den einzigartigen Engadiner Arvenkäse.
Nach der Besichtigung werdet ihr noch die Möglichkeit haben, durch das historische Dorfzentrum Bevers zu schlendern.

Packliste: Witterungsfeste Kleidung, Kamera

Die Alpen ein Sehnsuchtsort! Was ist davon in Davos ablesbar?
Rundgang vom Waldschlössli in Davos Richtung Golden Egg und darüber hinaus. Ein Versuch die Kultur und Stadt-Landschaft zu lesen und ihre Entstehung nachzuvollziehen. Dabei nimmt die natürliche und die vom Menschen entwickelte und gelenkte Vegetation eine tragende Rolle ein. Die sublime Gewalt der Alpenlandschaft hat dazu geführt, dass sich ein intensiver Alpen- Tourismus entwickelt hat. Dörfer haben sich wie überall zu Städten entwickelt. Die gewaltige Naturlandschaft der Alpen wird innerhalb dieser Orte kaum noch ablesbar. Ist es das, was wir uns vorstellen und bereisen wollen, wenn wir an Davos denken? Ist es das was Touristen anstreben, wenn Sie an einen Urlaub in den Alpen denken? Kann man in den Orten und Städten der Alpen die Qualitäten der umliegenden Landschaften ablesbar machen, ohne dass es in Kitsch endet? Die Landschaftsarchitektur beschäftigt sich genau mit diesen Themen, bietet vielleicht Lösungen, die mit dem Städtebau und der Landschaftsentwicklung angestrebt werden.
Der Spaziergang ist ein nicht immer ernst gemeinter Beitrag zur Diskussion, wie wir in den Alpen leben und leben wollen.

Packliste: Wetterfeste Kleidung, Wanderschuhe, Kamera

WEF Rundgang Davos
Wollt ihr mehr über das weltbekannte World Economic Forum (WEF) erfahren? 
Wollt ihr das Flair eines modernen Kurhotels erleben?  
Auf dieser Exkursion werdet ihr die Möglichkeit haben, einen Blick hinter die Kulissen zweier für das WEF wichtiger Örtlichkeiten zu werfen. Am Morgen steht die Besichtigung des Kongresshauses an. Während des WEFs können hier bis zu 5000 Teilnehmer in 34 Sälen tagen. Hier schrieben auch diverse internationale Persönlichkeiten wie Nelson Mandela oder Donald Trump Weltgeschichte.
Am Nachmittag steht nach einem kurzen Spaziergang die Besichtigung des Hotel Intercontinental Davos an. Dieses wird aufgrund seiner besonderen Fassadenfarbe und Gebäudeform im Davoser Volksmund auch als “Goldenes Ei” bezeichnet. Bei der architektonischen Ausgestaltung wurde grosser Aufwand betrieben, so ist z.B. jedes der 791 wellenförmigen Brüstungselemente ein Unikat. Während der rund einstündigen Führung werdet ihr die öffentlichen Bereiche sowie eine Suite besichtigen. Ein Highlight ist die Rooftop-Bar, welche ein einmaliges Panorama der Landschaft Davos bietet.

Packliste: Witterungsfeste Kleidung, Kamera

Zu Besuch bei der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega)
Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) ist das Rückgrat der Bergrettung in den Schweizer Alpen, quasi das Pendant zur deutschen Bergwacht oder dem Österreichischen Bergrettungsdienst. Sie betreibt im Kanton Graubünden 2 und im ganzen Land 12 Einsatzbasen, die es ihr möglich machen, innerhalb von 15 Flugminuten jeden theoretisch möglichen Einsatzort auf Schweizer Boden zu erreichen (Ausnahme Kanton Wallis). Wir werden die Einsatzbasis Samedan im Engadin besuchen, sie ist in den Engadin Airport integriert, einen der höchstgelegenen Flugplätze Europas. Auf einem ca. zweistündigen Rundgang kriegen wir nach einer Einführung zur Geschichte einen Einblick in die Luftrettung. Beispielsweise werden wir sehen, welches Material die Rega für ihre anspruchsvollen Einsätze benötigt. Falls der Helikopter nicht im Einsatz ist, können wir ihn ebenso besichtigen. Ein weiteres Highlight dieser Exkursion wird das Engadin sein, welches als Hochtal zwischen dem Rest der Schweiz und Italien liegt, dort entspringt der Inn (En), welcher Richtung Tirol weiterfliesst und dann in die Donau mündet. Also, komm mit uns hoch hinaus!
Es wird ein Lunch zum mitnehmen bereitgestellt.

Packliste: Kamera, witterungsfeste Kleidung

Gefahren? Natürlich!
Was ist eine Gefahrenkarte, was eine Gefahrenzone und wie werden diese festgelegt? Diese Fragen wird uns Eva Frick von der tur GmbH beantworten. Als Spezialistin für Naturgefahrenmanagement weiss sie bestens Bescheid über Murgänge, Lawinen und Hochwasser – und natürlich über die Schutzmassnahmen dagegen. Auf einem wanderungsähnlichen Spaziergang in Davos Wolfgang werden wir anhand einem realen Beispiel erfahren, auf was es ankommt, wenn man die Gefahren der Mutter Natur einschätzen muss. Der zweite Teil der Exkursion wird am Nachmittag im SLF stattfinden. Beim Institut für Schnee- und Lawinenforschung ist der Name Programm. Die Forschung der Entstehung, Dynamik und des Schutzes gegen Lawinen sind neben dem Untersuchen von Schnee die Kernkompetenzen des SLF. Denn Schnee ist nicht nur festes Wasser, sondern auch hochkomplexes Material, Naturgefahr, wirtschaftliche Ressource und Teil des weltweiten Klimasystems. Höchste Zeit also, mehr darüber zu erfahren!

Packliste: Wanderschuhe, Witterungsschutz